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Kubernetes Cluster

Marcel Ryser
Autor
Marcel Ryser
Softwarearchitekt und Tech-Enthusiast aus Bern

Ich betreibe diesen Server seit 2017 vollständig auf Docker. Mit einem Git-Commit werden Websites/Apps automatisch gebaut und deployt. Backups laufen regelmässig mit (borg) auf einen Off-Site-Server. Der Reverse Proxy (Caddyserver) steht ganz vorne und kümmert sich um allen webbezogenen Traffic. Er holt Let’s Encrypt-Zertifikate und erneuert sie automatisch. Der Reverse Proxy leitet den Traffic an den passenden Docker-Container weiter.

Um dahin zu kommen, musste ich eine Deployment-Anwendung schreiben, Caddy für jede neue Website oder Anwendung konfigurieren und das DNS entsprechend einrichten. Dazu die Site überwachen (uptimerobot.com) und für jede Anwendung jede Downtime beheben. Meist manuell.

All das kostet Zeit, die ich lieber mit meiner Freundin, der Familie und Freunden verbringe.

Bei der Arbeit nutzen wir seit über einem Jahr Kubernetes, und ich habe immer daran gedacht, diese Website auf Kubernetes als Plattform zu betreiben. Kombiniert mit ein paar nützlichen Komponenten könnte es das meiste, was ich manuell mache, automatisch erledigen – und so Zeit sparen.

Google Cloud, AWS oder Azure (um nur einige zu nennen) bieten bereits eine Kubernetes-Plattform, und die sind grossartig (bei der Arbeit nutze ich Google Cloud). Um diese und alle zugehörigen Sites zu betreiben, brauche ich etwa 6–10 GiB RAM. Mit dem Google Cloud Calculator zur Hand kostet ein Setup aus 2 Nodes dieser Leistung – selbst ohne Load Balancing oder IPs – etwa 123.53 € im Monat (Standort: Zürich). Für das Gebotene ist das ein fairer Preis und im Business-Einsatz kaum zu schlagen. Für eine private Website ist es teuer, schliesslich bekommst du einfaches Webhosting schon für 1–3 € im Monat.

Hier kommt Hetzner Cloud ins Spiel. Die Preise sind sowohl für den privaten (Shared CPU) als auch für den Business-Einsatz gut. Mit verfügbarer API und ein paar hilfreichen Komponenten könnte es eine echte Alternative zu Google Cloud werden.

Aber ganz ohne Haken geht es nicht!!!!

Du musst den harten Weg gehen, einen Kubernetes-Cluster selbst installieren und Dinge wie Load Balancer, DNS oder Ingress selbst integrieren. Ich nehme die Herausforderung an – in der Hoffnung, danach mehr Freizeit zu haben (zumindest hoffe ich das) und unterwegs ein paar neue Skills zu lernen.